Yandabo

Heute erreichen wir Yandabo. Das ganze Dorf erzeugt Töpferwaren. Die Bewohner leben von dem was ihnen der Fluss bietet – und das ist Lehm. Daraus werden Töpferwaren aller Art gefertigt.

Unsere Anlegestelle: sehr komfortabel dieses Mal.

Keramiktöpfe so weit das Auge reicht. Zuerst treten junge Männer den Lehm glatt. Dann arbeiten zwei Frauen für die Herstellung der Töpfe zusammen. Die eine formt den Topf und die andere treibt mit dem Fuß ein Pedal an. Dann werden die Töpfe geklopft und mit einem Muster versehen. Später werden die Töpfe in der Sonne getrocknet bevor sie gebrannt werden.

Wir konnten das Brennen der Töpfe beobachten. Da werden ca 3000 Töpfe aufgeschichtet und mit Stroh und Holz bedeckt. Das Brennen dauert 3-4 Tag. Da gibt es auch einen Brandmeister, der das alles bewacht. Wir haben nur einen Brandmeister gesehen, der schlafend „alles im Griff“ hatte. Nach dem Brennen werden die Töpfe mit bloßen Händen ausgebuddelt.

Am Fluss werden sie dann verschifft.

Für Myanmar ist Yandabo aus historischer Sicht von großer Bedeutung. Bei unserem Spaziergang durch den Ort sind wir am Denkmal für die Vertragsunterzeichnung zwischen dem burmesischen König und Großbritannien vorbeigekommen. Dieser Vertrag beendete den ersten von drei Burmakriegen und war der Beginn der britischen Kolonialherrschaft in Burma.

Ein paar Souvenirs mussten wir auch noch kaufen. Bei all dem Plastikmüll, der überall herumliegt hat es uns verwundert, dass die Einkaufssackerln selbst gemacht – und völlig umweltfreundlich – aus Zeitungen gemacht werden

Vor dem Mittagessen fuhren wir Richtung AVA los. Am Nachmittag konnten wir bei der Navigation zusehen. Es gibt am Schiff kein Radar – die ganze Fahrt erfolgt nur auf Sicht.

Wunderschöne Abendstimmung bei der Sandbankparty.

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